In den Materialwissenschaften versucht man zunehmend, Eigenschaften von neuen
Materialien, neuen Zusammensetzungen und Herstellungsverfahren vorab simulativ
am Rechner zu bestimmen ('Designmaterialien'). Bei Partikelmischungen, wie sie
z.B. für Beton und andere Baustoffe verwendet werden, ist eine wesentliche
Größe, die die Qualität des fertigen Materials bestimmt, die
Von dieser schwierigen Aufgabe ist im Rahmen der Dissertation Raschdorf ein
wesentlicher Schritt gelungen mit der Entwicklung eines Systems zur Simulation
der Raumausfüllung von sehr breiten Korngrößenverteilungen (von unter einem
Tausendstel Millimeter bis zu einigen Zentimetern). S. Raschdorf hat dazu eine
hierarchische Vorgehensweise entwickelt, in der hierarchieübergreifende
Interaktionen durch eine besondere Art der Stichprobenziehung berücksichtigt
werden. Speziell entwickelte Datenstrukturen, die z.T. aus dem Bereich der
Computerspiele entlehnt wurden, ermöglichen die Verarbeitung sehr großer Zahlen
von Partikeln. Diese Arbeit wurde von der
Dyckerhoff-Stiftung finanziert, die aktuell auch ein Nachfolgeprojekt unterstützt.
Die Arbeit von Herrn Raschdorf wurde 2010 mit dem Preis der Freunde und Förderer der TU
Clausthal ausgezeichnet.
Weitere Einzelheiten zum Projekt siehe: [pdf]
Literatur